Gibt es medizinische Gründe für eine dauerhafte Haarentfernung?

Der Trend zur permanenten Haarentfernung hält an. Die meisten Kunden besuchen das Enthaarungsstudio, weil sie sich einfach das Wohlgefühl und die Attraktivität wünschen, die sie durch glatte, zarte und haarfreie Haut gewinnen. Daneben hat der Wunsch nach enthaarter Haut auch praktische Gründe, denn sie lässt sich viel leichter pflegen als jene Hautregionen, auf denen der Haarwuchs ungehindert sprießen kann.

 

Körperbehaarung war für unsere frühen Vorfahren ein Pluspunkt

In der frühen menschlichen Vergangenheit galt die Regel: Wer mehr Haare auf seinem Körper hatte, war besser ausgestattet fürs Überleben als andere. Wir wissen, dass dichte Haare auf der Haut den willkommenen Effekt eines Klimapuffers hatten. Der Haarpelz schirmte durch seine isolierende Wirkung vor Kälte und vor Sonne ab und war auch ein gewisser Schutz vor Stechmücken und vor ähnlichen Plagegeistern. Diese schützende Funktion der Behaarung ist biologisch seit mehreren tausend Jahren entbehrlich. Sie wurde durch unseren zivilisatorischen Fortschritt mittlerweile unnötig. Kleidung, Heizung und moderne Körperpflege machen sie überflüssig.

Heute ist der haarlose Körper angesagt

Die meisten Männer und Frauen mit starker Körperbehaarung wünschen sich heutzutage das genaue Gegenteil als unsere biologischen Vorfahren. Sie wollen attraktiv sein, nahtlos braun werden, ungehindert Sport treiben und dafür ihren Haarwuchs möglichst dauerhaft eindämmen. Doch gibt es nur die ästhetische und die praktische Motivation für eine Enthaarung, oder sprechen auch medizinische Gründe dafür? Mediziner raten tatsächlich in bestimmten Fällen zur Entfernung der Körperhaare, um einen therapeutischen Effekt zu erzielen.

Durch Haarentfernung vor Bakterien und Entzündung schützen

Haarlose Haut lässt sich viel leichter reinigen und eincremen als behaarte Haut oder Haut mit nachwachsenden Stoppeln. Vor allem an bestimmten Körperregionen wie etwa im Achselbereich empfehlen Dermatologen die Haarentfernung. Die so genannten Propionsäurebakterien, die beim Kontakt mit Schweiß unangenehmen Geruch verursachen, können sich auf haarfreier Haut weit weniger festsetzen. Menschen, die unter Acne Inversa leiden, einer Entzündung der Talgdrüsen, erhalten von Dermatologen häufig den Rat, die Haut zu enthaaren. Allerdings sollten dabei die Haarfollikel zerstört werden, wie es etwa bei der Lasermethode im Enthaarungsstudio der Fall ist. Dadurch kann eine erneute Entzündung verhindert werden. Die Haarentfernung wird hier also als Therapie empfohlen.

Moderne Methoden der Enthaarung

Ob Rasur oder Wachsmethode, ob Epilation oder professionelle Haarentfernung im Studio, das Ziel ist zunächst immer, auf bestimmten Hautregionen haarfrei zu werden. Je nach Bedürfnis sieht dabei die Methode der Wahl unterschiedlich aus. Die Rasur verursacht keine Schmerzen, hat aber den Nebeneffekt schnell nachwachsender Stoppeln. Epilation tut weh, die Behandlung mit Haarwachs ebenfalls. Hervorragend ausgereift sind mittlerweile auch die professionellen Methoden der Haarentfernung, die mit hoch entwickelter Technologie wie Licht und Laser der Behaarung schonend und dauerhaft zu Leibe rücken.